Feuer

Um kurz nach 12 Uhr erreicht uns der Anruf aus Spanien, unser Albtraum ist wahr geworden, ganz in der Nähe unserer Reben ist ein Feuer ausgebrochen. Die Sommerhitze hat den Berg bereits in Beschlag genommen, die Vegetation ausgetrocknet, und zusätzlich facht ein starker Wind die Flammen an und treibt das Feuer in die Richtung des Weinbergs. Hilflos sitzen wir vor unseren Handys, Freunde halten uns in Echtzeit auf dem Laufenden. Schnell sind unzählige Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehrcorps im Einsatz und versuchen das Feuer in Schach zu halten. Es gelingt ihnen nur bedingt, der Wind ist zu stark. 

Zu unserem unglaublichen Glück dreht der Wind in letzter Sekunde, die Feuerwalze wendet nur wenige Meter vor unserem Rebberg in die entgegengesetzte Richtung, weg von uns und in Richtung Berggipfel. Die Brandschneise, die wir jedes Jahr um unser Grundstück mähen erweist sich als entscheidend, die Feuerwehrmänner die sich durch das Dickicht den Berg hochgekämpft haben nutzen diese als sichere Fläche für ihre Löscharbeiten und schützen so unsere Reben. Zwei Löschflugzeuge, vier Helikopter und 20 Teams der Feuerwehr am Boden schaffen es bis zum Abend das Feuer zu löschen, trotzdem werden knapp 15 Hektaren Land durch den Brand vernichtet. Der Berg ist schwarz, aber wir sind wie durch ein Wunder verschont geblieben.