Mit dem ersten Licht des Tages ziehen wir durch die Reben und schneiden mit scharfen Scheren die Trauben von den Pflanzen. Bei den stärksten Stöcken haben wir nach der Blüte im Frühling ein paar wenige Früchte stehen gelassen. Jetzt, wo die grasgrünen Trauben beginnen ihre Farbe zu wechseln und erste Gelbtöne sichtbar werden, schneiden wir […]

Mit grossartiger Mithilfe von Moises, Ivan und David, dreien Jungs aus dem Dorf, haben wir auch das letzte verbleibende Unkraut aus dem Rebberg gehackt. Nun wird im Sommer den Reben jeder einzelne der raren Regentropfen zur Verfügung stehen, die Konkurrenz ist fort. Und nun ein Regentanz…

Nach einem warmen Frühling mit einigen Niederschlägen sind die Reben perfekt gewachsen. Nun beginnt das Erlesen, oder „Läublen“ wie dieser Arbeitsschritt auch genannt wird. Wir brechen überzählige Triebe heraus und lassen je nach Pflanze und Wuchskraft nur die für den Stockaufbau perfekt stehenden zwei bis vier stehen. Und nur die stärksten Pflanzen dürfen die eine […]

Die Jätarbeiten auf Ses Closes sind abgeschlossen. Wir feiern den Frühling und das Ende der zwei intensiven Arbeitswochen mit wunderbaren Freunden und einem ausgiebigen Picknick im Rebberg. Eine gute Gelegenheit die alte Polaroid zu reaktivieren. Und eventuelle Kooperationen bezüglich der Schafe zu besprechen…  

  Vor einer Woche bin ich mitten in der Nacht aus einem Albtraum aufgewacht. Wir wären in Cadaqués angekommen habe ich geträumt, von weitem hätte der Rebberg hellblau geleuchtet, alles von einer wilden und meterhohen Begrünung überwuchert, die kleinen, frischen Triebe der Reben versteckt im Urwald des Unkrauts, das wir nun alles zu entfernen hätten… […]

Ein paar wenige Pflanzen haben das erste Jahr nicht überlebt. Der Verlust hält sich aber in sehr bescheidenem Rahmen und die entsprechenden Pflanzen haben wir nun durch neue ersetzt. Da wir vom Bourboulenco keine Ersatzpflanzen von der Rebschule erhalten konnten, haben wir uns kurzfristig entschieden eine fünfte Sorte anzupflanzen. Wir heissen willkommen auf Ses Closes: […]

Heute haben wir den jeweils einzig verbleibenden Trieb pro Pflanze auf wenige Augen zurückgeschnitten. Das Ziel des Rückschnitts ist eine formschöne Erziehung der Reben zu einem „Gobelet“, Becher oder „en Vaso“ wie es die Spanier nennen, die ursprüngliche Form der Erziehung im Weinbau Empordas. Die mit diesen Rebschnitt tiefgehaltene Pflanze, entwickelt ihre Triebe an drei […]

Neues Jahr, neue Ernte… In der Gründüngung, die wir im Herbst zwischen den Reben eingesät haben, und die den Weinberg bis zum Frühling schmückt und ernährt, ist neben vielen anderen Pflanzen auch 5% Ölrettich enthalten. Die Knollen lockern den Boden und schützen ihn vor Erosion. Dass die Rüben aber solch enorme Masse annehmen werden, damit […]

Nach einer Reise durch die Wälder im Hinterland des Languedoc Roussillon haben wir unsere lang gesuchten Mandelbäume gefunden. Sebastien Grange züchtet weitab jeglicher Zivilisation wunderbare alte Baumvarietäten. Darunter auch die Mandelbäume der Sorten Marcona und Ai. Die Mandeln der Ai werden vor allem grün geerntet und gegessen und sind eine rare Spezialität der südlichen Provence. Die Marcona […]

Der Sommer ist vorbei, die Reben haben die Hitze gut überstanden, auch dank unserem unermüdlichen Jäten. Nur so konnten wir gewährleisten, dass die Reben das wenige Wasser auch für sich beanspruchen konnten. Nun soll der nackte Boden seine Vitamine zurückbekommen! Heute haben wir den Boden sanft bearbeitet und eine Gründüngung eingesät: Verschiedene Kleearten wie Wundklee, Hornklee, […]

Die wenigen Trauben, die wir bei den kräftigsten Pflanzen haben stehen lassen, wären wohl letzte Woche schon im idealen Reifezustand gewesen. Wir waren zu dieser Zeit noch nicht vor Ort. Der Dachs aber schon. Und so hat unser gestreifter Nachbar die süssen Trauben fein säuberlich abgefressen. Nun, ein paar wenige hat er uns gelassen, und so […]

Ein grosser, ein guter Tag! Nach vielen vielen Jahren erhält Cadaques wieder einen Rebberg. Mit der Hilfe von unzähligen lieben Menschen pflanzen wir in diesen Tagen 750 kleine Reben. Vier alte katalanische Sorten, Lledoner Roig, Lledoner Blanca, Macabeu und Bourbolenco. Die Veredelungsstelle sorgfältig geschützt mit einer roten Wachsschicht, transportieren wir die Babys von der Rebschule aufs […]

Von Grippe und Lamborghini durchgeschüttelt – aber die perfekten Wetterverhältnisse mussten ausgenutzt werden. Der Traktor hat seine Feuerprobe bestanden und das Feld in knapp zwei Tagen wunderbar gepflügt. Und nur einige Minuten nachdem die Arbeit getan war und der Lamborghini wieder mit einer Plane geschützt wurde, hat ein schöner, leichter Regen eingesetzt. Petrus scheint mit […]

Ein Bubentraum wird wahr, ein Lamborghini kommt in unseren Besitz! Nach langer Fahrt mit Pick-up und Anhänger in den tiefen Süden Frankreichs wechselt der Oldtimer seinen Besitzer, und wir belasten unser Fahrzeug mit Ladung bis an die allerhöchste Gewichtsgrenze: Mit 800 Kilogramm Pflugwerkzeugen auf der Ladefläche und 1,6 Tonnen Traktor fahren wir durch die Nacht nach Spanien. […]

Schon bevor wir die ersten Reben gepflanzt haben, geniessen wir eine kleine Ernte, die letzten Zeugen der Weinbauvergangenheit auf unserem Feld: Ein paar verwilderte Rebstöcke schenken uns kleine, unglaublich süsse Trauben.

Nach 10 Stunden Fahrt in die tiefen Wälder des südfranzösischen Hérault erfahre ich, dass unser Lieferant der Holzstickel für die Reben in Cadaques den Betrieb eingestellt hat … Am Strassenrand steht Monsieur Jean-Claude. Der fleissige Rentner hat in Handarbeit den ganzen Winter geschnitzt, und in seiner Garage stehen genau die 700 Stickel, die ich so gerne hätte … […]

Zentimeter um Zentimeter kämpfen wir uns mit Freischneider und Motorsäge durch das Gestrüpp. Und versuchen durch die menschenhohen Dornen und Gebüsche das Land zurückzuerobern. Die Feuer verschlingen die herangewachsenen Hindernisse, und in jedem Moment erscheint eine neue Terrasse, eine neue Trockensteinmauer. Ein jahrhundertealtes Bepflanzungskonzept wird sichtbar. Neue Lieblingsecken entstehen, und es eröffnen sich immer wieder von neuem […]

An einem ausgewöhnlich nebligen Oktobertag machen wir die ersten gemeinsamen Schritte übers Land. Versuchen uns vorsichtig einen Weg durch Dornen und Gestrüpp zu bahnen an die Enden und zurück zum Anfang des Geländes. Uns vorzustellen, wie es auch aussehen könnte. Was hier wachsen würde. Und wo man anfangen sollte. Nichts ist vorstellbar, aber alles möglich.